Geschichte

Main historical milestones of the LEGIOS Company

1873Aufbau von Werkstätten mit sechs Standplatzen für Reparaturen von Dampflokomotiven und Schienenfahrzeuge in Louny
1950Überwiegend Reparaturen von Güterwaggons, Einstellung der Reparaturen von Personenwagen
1971Produktion schwerer und atypischer Konstruktionen und Anlagen aus Stahl, Einstellung der Reparaturen von Dampflokomotiven
1992Gründung der Gesellschaft LOSTR s.r.o. – Einführung neuer Technologien und Erweiterung der Infrastruktur
1993Expansion der Lieferungen in die BRD
1998Erweiterung des Produktionsprogramms – Herstellung neuer Schienenfahrzeuge
2001Erste Serienproduktion von Waggons – Waggons der Reihe Rens
2003Kontrakt für 300 Containerwagen
2007Die ersten Drehgestelle Y25 werden hergestellt
2008135 Jahre ab der Entstehung der Bahnwerkstatt in Louny
10 Jahre seit Einführung der Neuproduktion
Die Grenze von 1000 Mitarbeitern wird überschritten
Seit 2006 hat sich der Umsatz auf 70 Millionen EUR verdreifacht.
2009Komplettes Dienstleistungssortiment
Neuproduktion
Reparatur und Modernisierung und Rekonstruktion von Schienenfahrzeugen
Einführung moderner Technologien
Erweiterung der Kapazität der Entwicklungsabteilung
Kunden in ganz Europa – Tschechische Republik, Slowakei, Deutschland, Schweiz, Frankreich und weitere europäische Länder

Geschichte

Die Firma LEGIOS a.s. bindet an die reiche Tradition an, die sich seit dem Jahr 1873 datiert, wann die „Společnost Pražsko-duchcovské dráhy“ (Gesellschaft der Prager-Duxer Bahn) in Louny die Werkstätten zur Reparatur von Schienenfahrzeugen aufbauen begonnen hatte. Der Betreib in den Werkstätten wurde im 1873 eröffnet auf der Fläche von 3390 m2 mit 6 Arbeitsstellen für Reparatur von Lokomotiven und 10 Arbeitsstellen für Reparatur von Wagen.

Bis 1896 wurden die Werkstätte ausgebaut. Die verbaute Fläche belief auf 10 971 m2. Die Lokomotivwerkstatt hatte 18 Reparaturstellen und in Wagenwerkstatt waren 45 Reparaturstellen für Wagen. Um die Wende des 19. Jahrhunderts nahm der Umbau der Werkstätten wieder auf. Bis 1907 wurde nach und nach der Zubau des Verwaltungsgebäudes fertiggestellt, weiter ein Arztpraxis, ein Feuerwehrhaus, ein Speisesall, eine Kessel- und Räderwerkstatt, ein Heizwerk, eine Lackierwerkstatt und eine Dreherei. Es wurden ausgebaut auch die Lokomotiv- und Wagenwerkstatt. Die Werkstätten hatten verbaute Fläche von 16 165 m2. In der Lokomotivwerkstatt waren 38 Reparaturstellen und in der Wagenwerkstatt 130 Reparaturstellen.

Während des 1. Weltkriegs wurde der Ausbau der Werkstätten fortgesetzt. Am 29. Oktober 1918 verließ die Werkstätten die Lokomoti 73.207, das erste Fahrzeug mit tschechischen Anschriften.

Die Entwicklung der Firma nach dem 2. Weltkrieg wurde mit großer Veränderung vom Reparatursortiment der Schienenfahrzeugen beeinflusst. Im 1959 wurden Reparaturen von Personenwagen eingestellt und die freigewordene Kapazität wurde in den Bereich der Reparaturen von Güterwagen verschoben. Der weitere Meilenstein in der Entwicklung war das Jahr 1971. In diesem Jahr hat in den ČSD-Werkstätten die Ära der Reparaturen von Dampflokomotiven geendet und in den freien Räumen wurde es mit der Produktion der schweren und atypischen Stahlkonstruktionen und Einrichtungen begonnen. Die letzte aufgearbeitete Lokomotive („Vierräddriger“ von Lokdepo in Kralupy 434.2225) verließ das Werk am 28. Dezember 1971.

Es hat die Reorganisation gefolgt, bei der die ČSD-Werkstätten in Louny an ŽOS-Železniční opravny a strojírny (Eisenbahn-Ausbesserungs- und Maschinenbauwerk) umbenannt und in das Unternehmen Železniční průmyslové opravárenství (Eisenbahnindustrielle Reparaturwerkstätte) eingegliedert wurden. In dieser Zeit bildete das Produktionsprogramm aus 95 % die Reparaturen der Güterwagen für ČSD und die restliche 5 % stellten die Reparaturen von Privatwagen und Fertigung von atypischen Anlagen dar. Im 1985 wurden Die Umbauarbeiten des Werks angefangen.

Der große Bruch war begreiflicherweise nach dem Jahr 1989. Damals wurde es über Privatisierung der Eisenbahn-Werkstätte entschieden. Dafür haben acht natürliche Personen am 6.6.1992 die Gesellschaft LOSTR s.r.o. gegründet und das Ziel gestellt, den Betrieb ŽOS Louny zu privatisieren. Am 1.9.1992 wurde der Betrieb ŽOS von ČSD getrennt, übergeht an die Gesellschaft LOSTR s.r.o. und ändert ihren Namen an LOUNSKÉ STROJÍRNY spol. s r.o. Nach der Privatisierung der Firma werden nach und nach die ausgewählten, in 80. Jahne angefangenen Investitionsmaßnahmen fertiggestellt. Es wurde Betrieb in Lagerhalle und Materialworbereitung angefangen. Weiter in mobiler Strahanlage, Spritz- und Lackieranlage und auch z.B. in der Abnahmehalle für neugebaute Wagen.

Das Management der Gesellschaft erweiterte schrittweise ihres Fertigungsprogramm, d.i. Reparaturen von Wagen und Fertigung von atypischen Konstruktionen um die Fertigung von Komponenten für Schienenfahrzeuge und im 1998 eröffnete LOSTR a.s. die Fertigung der kompletten Wagen, zuerst nach den von Kunden beigestellten Zeichnungsunterlagen und nachher auch der durch eigene Konstruktionsabteilung entwickelten Wagen.

Am 11. Februar 2002 verlief die Transformation der Gesellschaft von der Gesellschaft mit beschränkter Haftung an die Aktiengesellschaft.

Zur Zeit kann sich die Firma LEGIOS a.s. rühmen nicht nur dem breiten Sortiment der auszuführenden Reparaturen, Modernisierungen und Umbauten der Güterwagen, sondern auch der ständig aufwachsenden Anzhal der neugebauten Güterwagen für die Kunden aus der Tschechischen Republik, der Slowakei, Deutschland, der Schweiz, Frankreich und aus weiteren europäischen Ländern. Mit ihrer mehr als 130-jährigen Geschichte gehört die Firma mit 700 Mitarbeiter zu den größten in Region.